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21 Jahre Sanft mobil im Herzen Österreichs

Erholung ohne eigenes Auto – Bahnen, Busse, Tälerbusse und Seilbahnen ermöglichen in fünf Regionen (Lungau, Murau, Nockberge, Niedere Tauern, Großarl- und Maltatal in den Hohen Tauern) Ausflüge der besonderen Art. Die Anreise zum Ziel und die Heimreise können mit Bahn und Bus erfolgen. Der Öffentliche Verkehr garantiert Verbindungen zu vielen Ausflugszielen und Wandermöglichkeiten, selbst Alpenüberquerungen mit Rückfahrten am selben Tag sind möglich. Im Dreiländereck Salzburg – Steiermark – Kärnten sind Bahn, Bus, Seilbahn und Hüttentaxis sehr gut koordiniert. Die Abstimmung des Sommerbetriebs begann vor 21 Jahren unter dem Namen „Tälerbus“. Tälerbusse im engeren Sinn sind Kleinbusse in Talschlüssen und Sammeltaxis zu Berghütten. Der Begriff Tälerbus im weiteren Sinn meint die Fahrplanabstimmung der Busse und Bahnen im Gebiet zwischen Ennstal im Norden, Millstätter See im Süden, Großarltal im Westen und Obdacher Sattel im Osten.


Bilanz nach 21 Jahren Tälerbusprojekt

In 21 Jahren ehrenamtlicher Leitung des Tälerbusprojekts wurde viel erreicht. So wurden im steirischen Teil aufbauend auf einer „Koordinierungsstelle Murautakt“ Tälerbusstrecken in Buslinien oder Anrufsammeltaxis umgewandelt und damit ein rechtlicher Rahmen und eine Betreuungsorganisation eingerichtet. Im Lungau wurden die Strecken zum Prebersee, zur Königalm, auf den Katschberg, ins hintere Weißpriachtal, zum Hüttendorf im Göriachtal und im jahr 2010 zur Sticklerhütte als Buslinien in den Lungautakt integriert. In Kärnten werden die Fahrten auf den Katschberg und zur Kölnbreinsperre von den Liesertaler Gemeinden unterstützt. Beim Sommerbus Nockberge gelang 2008 die Integration als Buslinie in den Verkehrsverbund. Auf den autofreien Strecken trägt sich der Tälerbusbetrieb finanziell selbst. In diesen Talschlüssen und den dortigen Wirtsbetrieben wurden gute Erfahrungen mit der Autofreiheit und dem einhergehenden florierenden Tälerbusbetrieb gemacht, in anderen Tälern konnte man sich dazu noch nicht entschließen. In 21 Sommersaisonen wurden 300.000 Fahrgäste auf den 22 von der Projektleitung (mit)organisierten Tälerbusstrecken befördert (davon 194.000 im Riedingtal) – sanft mobil und ohne Personenunfälle.
Rund 30 weitere Bus- und Tälerbusstrecken werden von anderer Seite organisiert und vom Tälerbusprojekt mitbeworben, um Übergangswanderungen zu ermöglichen und das Gebiet abzurunden.


Autofreie Wanderzonen

Der Tälerbus führt Sie in neun autofreie Wanderzonen: zur Sticklerhütte im Murtal, zur Königalm (Riedingtal bei Zederhaus), ins Twenger Lantschfeld, ins hinterste Weißpriachtal, zu den Hinteralmen (Lessachtal), zur Moarhütte (Prebergraben), zum Rantensee (Rantengraben), mit der Pferdekutsche ins Gontal und mit dem Traktorzug ins Pöllatal (bei Rennweg). Sie gelangen mitten in den Nationalpark Nockberge und in die Naturparks Sölktäler, Zirbitzkogel-Grebenzen und Riedingtal, nahe an den Nationalpark Hohe Tauern und in die Landschaftsschutzgebiete in den Niederen Tauern.


Bahn und Bus an Wochenenden

Während der Sommerferien sind an Samstagen und Sonntagen in Betrieb: Alle Eisenbahnlinien, die meisten Seilbahnen, die Buslinien von Tamsweg Richtung Salzburg (über Zederhaus und über Obertauern), die Tälerbusse zur Königalm, Sticklerhütte und ins Lantschfeld, das Lungauer Nachttaxi, im Pongau die Buslinien in den Arltälern und von Altenmarkt nach Flachauwinkl und Zauchensee und die Wanderbusse ab Flachau, in Kärnten die Buslinie von Spittal nach St. Oswald und der Traktorzug ins Pöllatal und in der Steiermark die Busse in den drei Schladminger Tauerntälern und das Wandertaxi zum Bodensee.
An Sonntagen fährt der Bus von Klagenfurt und Bad Kleinkirchheim auf die Turracher Höhe. 


Allgemeines über Tälerbusse

Es kommen vorwiegend Kleinbusse zum Einsatz. Auf Anschlüsse zu anderen Bussen, Bahnen und Seilbahnen wird weitgehend Rücksicht genommen. Bei Tälerbussen ist das Zusteigen auch auf freier Strecke möglich.
Wir bitten Sie - auch an Haltestellen - Ihren Zusteigewunsch durch deutliche Handzeichen kenntlich zu machen. Sagen Sie dem Fahrer auch, wohin Sie fahren wollen. Er kann Sie dann bezüglich Umsteigen etc. besser beraten.


Fahrradmitnahme / Hinweise zur Betriebshaftung

In den Linienbussen auf den Hauptstrecken ist die Mitnahme von Fahrrädern möglich. Die Kleinbusse auf den Talstrecken können leider keine Fahrräder transportieren. Hinweise über den Einsatz von Kleinbussen finden Sie in den Fahrplänen.

Tälerbusse verkehren abschnittsweise in einer Urlandschaft auf nicht öffentlichen Wegen. Wir bitten Sie um Verständnis, daß außerplanmäßige Vorkommnisse nicht auszuschließen sind. Eine Garantie für die Einhaltung der Fahrpläne und das Erreichen von Anschlüssen kann daher nicht übernommen werden. Kostenersatz ist ausgeschlossen.


Neue Angebote 2010

Der Tälerbus zur Sticklerhütte nahe dem Murursprung wird heuer wieder angeboten. Neu eingeführt wurden ein Bus von Malta zum Maltaberg und zum Gößkarspeicher. Im Groß- und im Kleinarltal fährt der Bus im Sommer auch an Wochenenden ohne Voranmeldung. Neu hier aufgenommen wurden Seilbahnen zwischen St. Johann im Pongau und Haus im Ennstal, zwei Wandertaxis im Großarltal und die Buslinien 5132 von Spittal nach St. Michael, 5140 von Spittal nach St. Oswald/Ebene Reichenau und 520 Radstadt-Wagrain-St.Johann im Pongau.


Der Tälerbus im Internet

Auf dieser Web-Site werden Sie in erster Linie über das Fahrplan- und Tarifangebot des Tälerbusnetzes informiert. Ausgesuchte Wandertipps sind bei den jeweiligen Fahrplänen angeführt. Detailliertere Informationen touristischer Art erhalten Sie bei den zuständigen Informationsstellen.